Trainingszeiten

Schwimmen (Römer Therme):

MO 18:45 - 20:15

DI 20:15 - 21:30

MI 18:45-20:30

FR 18:45 - 20:00

SO 16:00 - 17:30

Radfahren:

SA 10:00 TP: Römer Therme; nach Absprache (WhatsApp)

Laufen (TSV Stadion):

(Jan. - April)
DO 19:00 (Lauf-ABC/Athletik)

nach Absprache (WhatsApp)

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Triathlon im TSV Bayer Dormagen

Triathlon-Historie

Nach ersten zaghaften Versuchen im kalifornischen San Diego fand 1978 der erste Hawaii-Ironman statt, der bis heute als das attraktivste Rennen überhaupt gilt. Wer die 3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren und den abschließenden Marathonlauf über knapp 42 km bei Hitze und Wind durchgestanden hat, darf sich zu Recht zu den ganz Eisernen zählen. Neben dieser „Langdistanz“ etablierten sich allmählich mehrere Streckenlängen, von denen die „Kurzdistanz“ über 1,5 km Schwimmen, 40 km Radfahren und 10 km Laufen bei den Spielen 2000 in Sydney olympisch wurde. Deutschland stellte dort mit Stefan Vukovic den Drittplatzierten. In seine Fußstapfen traten Daniel Unger als Weltmeister in Hamburg 2007 sowie Jan Frodeno als Olympiasieger 2008.

Die deutschen Langdistanzler waren nicht minder erfolgreich. Erster Deutscher auf dem Treppchen in Kona/Hawaii war 1993 als Dritter der Neusser Wolfgang Dittrich, der wenige Jahre zuvor noch in der sehr erfolgreichen Startgemeinschaft TSV Bayer Dormagen/TG Neuss schwimmerisch aktiv gewesen war. Jahrelang kam er bei den Hawaii-Rennen als Erster aus dem Wasser. Mit Thomas Hellriegel (1997), Norman Stadler (2004 und 2006), Faris Al Sultan (2005), Sebastian Kienle (2014) und Jan Frodeno (2015) stellte Deutschland dann einige der Sieger auf Hawaii.

Der Anfang in und um Dormagen

10 Jahre waren seit dem ersten IRONMAN-Wettkampf auf der Hawaii-Insel Oahu vergangen, als 1988 der erste Triathlon des SV Bayer Uerdingen ausgetragen wurde, deklariert für Jedermann und über die Distanzen, die heute unter dem Begriff „Sprint“ laufen: 750 m Schwimmen, 20 km. Radfahren und 5 km Laufen. Schirmherr war der damalige Werksleiter des Bayer-Werkes Uerdingen. Auf die in der Werkszeitung erschienene Ankündigung wurde man auch in Dormagen aufmerksam. Einzelne TSV-Mitglieder meldeten sich an und nahmen erfolgreich teil. 

Schon damals musste man, um an Wettkämpfen über die attraktivere Kurzdistanz, heute olympische Distanz genannt, teilnehmen zu können, jedes Mal eine Tageslizenz kaufen, wenn man ohne Vereinsbindung startete. Der TSV Bayer Dormagen hatte noch keine Triathlon-Abteilung, über welche man einen Startpass erwerben konnte. Der nächstliegende Triathlon-betreibende Verein war die SG EC/Bayer Worringen. In der dortigen Triathlon-Abteilung waren um 1991/92 so erfahrene und heute noch teilweise aktive Dreikämpfer wie Jürgen Conrad, Peter Philipp, Dieter Kraus und andere bereits Mitglieder.

 Durch eine starke Radabteilung (Wilfried Peffgen, Freddy Schmidtke etc.) hatte die SG Worringen in dieser Disziplin den passenden Unterbau. Mit den Schwimmmöglichkeiten allerdings haperte es, denn das Worringer Hallenbad war zu dieser Zeit schon Geschichte. Die Worringer Triathleten waren also auf den guten Willen des TSV Bayer Dormagen angewiesen, der ihnen auf seinen Übungsabenden in der heutigen Römertherme begrenzte Trainingsmöglichkeiten einräumte. Die häufige Anfrage um Schwimmzeiten führte zu der Überlegung, die Worringer Triathleten nach Dormagen umzusiedeln. Über die Geschäftsführer Franz Bergen und Klaus Tafelmeyer wurde der Kontakt zwischen den beiden Vereinen hergestellt, und vor der Saison 1993 wechselte die Triathlon-Abteilung fast geschlossen zum TSV Bayer Dormagen über. Die damit neu gegründete Triathlonabteilung gehört bis heute als Untergruppe zur Schwimmabteilung.

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Gegenwart und Zukunft

In Deutschland bekam der Triathlon weiter Aufwind und fand in der DTU (Deutsche Triathlon-Union) seine organisatorische Heimat. Die für den TSV zuständige Regionaleinheit ist heute der NRWTV (Nordrhein-Westfälischer Triathlon-Verband). In diesem ist der TSV Bayer Dormagen nicht nur als Mitgliedsverein, sondern durch Dr. Günter Beilstein auch in der Verbandsarbeit vertreten. Dieser ist seit über 10 Jahren Mitglied  des dreiköpfigen Schiedsgerichtes

Die Triathleten des TSV Bayer Dormagen sind zur Zeit überwiegend eine Hobby-Truppe. Dies ist einerseits durch die Altersstruktur bedingt. Die Mehrzahl befindet ich in einem Alter, in dem außer dem Sport auch Beruf und Familie eine wichtige Rolle spielen. Andererseits waren und sind die organisatorischen und finanziellen Grundlagen für eine ausgesprochene Leistungsabteilung nicht gegeben. So ist bis heute ein gewisser Individualismus geblieben, der sich bei jedem Einzelnen auf Trainingszeiten und -intensität sowie bevorzugte Wettkampforte und –strecken bezieht. Der Verein stellt als Klammer im Wesentlichen den organisatorischen Hintergrund (Startpässe etc.) und mit dem eigenen Schwimmbad Römertherme die optimalen Schwimmmöglichkeiten bereit. Für Aktive, die ihre Radform über den Winter nicht ganz verlieren wollen, werden Spinning-Kurse angeboten. Ebenso findet in diesem Jahr zum wiederholten Mal ein Schwimmtechnikkurs unter der Leitung von Nicole Klein statt. Der Zuspruch dort ist ähnlich hoch wie bei den gelegentlichen Grillabenden. Für die organisatorischen Aufgaben stellten sich im Laufe der Jahre u.a. Peter Philipp, Jürgen Conrad, Marco Meuter, Markus Schmitz, Oliver Bronny, Dieter Kraus und Edwin Hundgeburth zur Verfügung. 

Im Wettkampfbereich findet man Dormagener Triathleten auf allen Strecken an den verschiedensten Orten. Aus der wachsenden Zahl der Dormagener Finisher bei Ironman-Wettkämpfen ragte in den letzten Jahren Markus Schmitz heraus. Leider war seine Altersklasse so stark besetzt, dass er mehrmals nur um wenige Minuten die Qualifikation für Hawaii verpasste, und das bei einer Gesamtzeit von deutlich unter 10 Stunden. Einige „Nachrücker“ befinden sich auf dem besten Weg dorthin. Zu denen, die bei der „Kurzstrecke“ blieben, gehörte Günter Beilstein. In seiner jeweiligen Altersklasse belegte er u.a. bei Weltmeisterschaften 7-mal den 1. Platz über die olympische Distanz.

 Auch im Triathlon werden Mannschaftsmeisterschaften ausgetragen. Der TSV Bayer beteiligte sich eine Zeit lang an diesen auf mehrere Ligen aufgeteilten Wettkämpfen. Er gab diese Aktivität aber wieder auf, da durch oftmalige Ausfälle nur selten die optimale Mannschaft an den Start ging. Aktuell gibt es Bestrebungen dies wieder aufleben zu lassen.

 Große Resonanz, auch bei den umliegenden Schulen, fand ein Schüler-Triathlon, der vom TSV in drei aufeinander folgenden Jahren (2007 – 2009) im Bereich rund um die Römertherme ausgerichtet wurde. Zentraler Organisator war Dieter Kraus, viele Vereinsmitglieder halfen tatkräftig mit. Schon die Begeisterung, mit der sich die Mini-Triathleten ins Zeug legten, würde eine Wiederbelebung dieser Veranstaltung rechtfertigen.

 Die Mitgliederzahl der TSV-Triathlon-Abteilung bewegt sich zur Zeit um die 40 mit leicht steigender Tendenz, denn weiterhin ist Triathlon eine aufstrebende Trendsportart. Dies erkennt man einerseits an der großen Zahl auswärtiger Aktiver, die während der offiziellen Öffnungszeiten die abgesperrten Bahnen zu eigenverantwortlichem Training nutzen, und andererseits an dem Wunsch auswärtiger Triathlonvereine, Trainingsbahnen in der Römertherme anzumieten. Dazu kommt das Interesse an den in der Römertherme angebotenen Kursen zur Kraultechnik, die meist ausgebucht sind.

 Für das kommende Jahr 2016 sind diverse neue Angebote in Planung man darf gespannt sein…..

 

 

30.7.2015/BLT